Hannover

Standort des Teilprojekts Hannover ist der Stadtteil Sahlkamp am nördlichen Rand des Stadtgebiets. Der Sahlkamp ist von einer Hochhaussiedlung der 1960er- und 1970er-Jahre gekennzeichnet, die von Einfamilienhausgebieten gerahmt ist. Das Hochhausgebiet Sahlkamp-Mitte ist geprägt durch einen hohen Anteil von Geflüchteten und anderen Migrantinnen und Migranten, überdurchschnittliche Arbeitslosigkeit und eine hohe Bevölkerungsfluktuation. Seit 2009 ist Sahlkamp-Mitte Programmgebiet im Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“.

Kernakteure des Teilprojektes Hannover sind das Institut für Geographische Wissenschaften an der Freien Universität Berlin, das Büro plan zwei Stadtplanung und Architektur, der Internationalen StadtteilGärten Hannover e.V. als Garten-Partner vor Ort sowie die kommunale Wohnungsbaugesellschaft hanova als Partner der Wohnungswirtschaft.

 

Aktueller Stand

Das Teilprojekt in Hannover sieht vor, mit Hilfe eines als ‚home base‘ dienenden Bauwagens verschiedene Freiflächen in Sahlkamp-Mitte über mehrere Wochen hinweg aufzusuchen, dabei besondere Aufmerksamkeit auf alltägliche Orte zu lenken und in diesem Rahmen Ideen zu sammeln sowie verschiedenartige Aktionen zu initiieren. Mehr Infomationen dazu finden Sie in den Beschreibungen unten.

Spessarthof

Der erste Standort des Bauwagens wird der Spessarthof sein. Dabei handelt es sich um eine weiträumige Hoffläche, die von einer vier- bis achtgeschossigen Wohnanlage umschlossen wird. Der Ort verfügt bereits über Anziehungskraft – dank der bereits etablierten Beete der Internationalen StadtteilGärten (ISG), die sich hier auf einem leicht erhöhten Tiefgargendach befinden. Grünflächen und Gehwege im restlichen Freiraum befinden sich hingegen in schlechten Zustand, was die vielen hier lebenden Kinder aber nicht vom Spielen abhält. Das gesamte Areal, auf dem sich zudem das sogenannte Nadu Kinderhaus befindet, ist in Besitz der Wohnungsgesellschaft Deutsche Wohnen.

Hägewiesen

Als zweiter Standort des Bauwagens wurde eine Freifläche gewählt, welche sich zwischen dem jüngst sanierten Stadtteilpark Sahlkamp Mitte und der Wohngebietsstraße Hägewiesen befindet. Diese kleinste der drei Flächen verfügt deshalb über besonderes Potenzial, da hier Wegeverbindungen durch den Stadtteil zusammenlaufen, so z.B. von/zu ÖPNV-Haltestellen oder zum Stadtteilpark. Interventionen auf der in öffentlichen Besitz befindlichen Fläche soll es somit gelingen, Anwohnerschaft und weitere Passanten zum Verweilen zu veranlassen.

Odenwaldstraße

Der Bauwagen wird anschließend eine weitere Freifläche im Sahlkamp aufsuchen und sich 400m entfernt an der Odenwaldstraße ansiedeln. Die hier vorzufindende zwar unscheinbare, aber weitläufige Freifläche ist von bis zu zwölfgeschossigen, meist solitären Wohnhäusern umgeben und weithin einsehbar. Der größte Teil, als Rasenfläche gestaltet, befindet sich dabei in Besitz einer lokalen Wohneigentümergemeinschaft. Spiel- und Freizeitaktivitäten sind hier aktuell untersagt. Demgegenüber befinden sich jedoch breite Gehwegbereiche entlang der Wohngebietsstraße in öffentlicher Hand und bieten bereits genug Platz für den Bauwagen.

Ansprechpartner:

Institut für Geographische Wissenschaften, Freie Universität Berlin
Zum Team Hannover

Projektpartner

Freie Universität Berlin
HELMHOLTZ - Zentrum für Umweltforschung - UFZ
ILS - Institut für Landes- und Entwicklungsforschung gGmbH