Leipzig

Die Stadt Leipzig hat als „Stadt der Extreme“ (Rink 2015) in den letzten 25 Jahren eine Entwicklung von einer massiven Schrumpfung hin zu einem dynamischen Wachstum erlebt, welches nunmehr seit 2010 andauert und sich insbesondere auf die innenstadtnahen Stadtteile auswirkt. Die hohen Zuzugszahlen führen zu steigenden Wohnkosten, baulicher Verdichtung und wachsender sozialer Ungleichheit. In den letzten Jahren hat sich die Zuwanderung nach Leipzig deutlich internationalisiert und zu einer größeren Diversität der Bevölkerung beigetragen.

Der Fokus des Leipziger Teilprojekts liegt auf den Ortsteilen im Leipziger Osten, wo sich seit den 1990er Jahren migrantisch geprägte Viertel in Innenstadtnähe herausbildeten. In diesen Ortsteilen geht eine Konzentration sozialer Benachteiligung mit einer neuen, jungen und zunehmend internationalen Zuwanderung einher. Die zentrale Lage, eine gute infrastrukturelle Ausstattung sowie neue Parks und sozio-kulturelle Initiativen führen zu einer schnellen Abnahme des Leerstands, steigenden Wohnkosten und einem stärkeren Nutzungsdruck auf Grün- und Freiflächen im Stadtteil.

Ziel des Leipziger Teilprojektes ist es, die quartiersbezogenen Bedarfe der örtlichen Bevölkerung in diesen Stadtteilen mit „Ankunftscharakter“ in den Blick zu nehmen und Herausforderungen für eine nachhaltige Flächengestaltung zu eruieren. An mehreren Standorten im Leipziger Osten werden die vielfältigen Perspektiven von Praxisakteuren, Wissenschaft und den Bewohnerinnen und Bewohnern in Prozessen der gemeinschaftlichen Grünflächenentwicklung zusammengebracht.

Leipziger Osten

Ansprechpartner:

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
Zum Team Leipzig

Projektpartner

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ)
ANNALINDE gGmbH
Stadt Leipzig Amt für Stadtgrün und Gewässer
Universität Osnabrück
IMIS - Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien
HELMHOLTZ - Zentrum für Umweltforschung - UFZ
ILS - Institut für Landes- und Entwicklungsforschung gGmbH