KoopLab Dortmund in Zeiten von Corona

Dortmund, 20.05.2020

Als offizielle Spielplatzfläche der Stadt war die Dortmunder Projektfläche für mehrere Wochen bis Anfang Mai gesperrt und durfte nicht betreten werden. Öffentliche Veranstaltungen sind in Dortmund noch bis mindestens zum 01.06.2020 nicht erlaubt und die Kontaktbeschränkungen gelten nach wie vor. Mit der Begegnung im öffentlichen Raum fehlt KoopLab damit momentan eine der wichtigsten Komponenten. Der Dortmunder Verbund arbeitet daher derzeit an verschiedenen Formaten, die im Falle einer Entspannung der Corona-Krise zum Tragen kommen sollen. Neben der Weiterführung von regelmäßigen Veranstaltungen, wie etwa Frühlings- und Sommerfesten, Basteltagen und ähnlichem, geht es im letzten Projektjahr auch darum, die Erfahrungen von KoopLab weiterzutragen und auch außerhalb der eigenen Fläche Veränderungen anzustoßen. Je nach aktueller Situation sollen diese Maßnahmen jedoch so konzipiert werden, dass sie auch angesichts der momentanen Einschränkungen umgesetzt werden können.

So soll etwa die im Stadtteil gelegene Libellen-Grundschule beim Aufbau eines Schulgartens unterstützt werden. Die Schüler beteiligten sich bisher bereits im Rahmen des Kunstunterrichts an der Umgestaltung einer Sitzgruppe auf der Fläche und bastelten dort gemeinsam Insektenhotels. Im Mai erfolgt ein Treffen auf dem Schulgelände, um gemeinsam mit dem Lehrpersonal die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auszuloten. Denkbar ist hier etwa ein vorgeschalteter Ideenwettbewerb, bei dem die Schüler_innen gemeinsam entwickeln, welche Maßnahmen mit dem KoopLab-Team umgesetzt werden könnten. Ein derartiger Prozess lässt sich bei Bedarf vergleichsweise einfach digital bzw. kontaktlos abwickeln.

Ein weiterer Baustein ist die Kooperation mit der Wohnungsgesellschaft Julius Ewald Schmitt, die aus ihren Projektmitteln auch den im Januar 2020 auf der Fläche aufgestellten Container finanziert hat. In Absprache mit dem Eigentümer soll ein Aktionstag zur Aktivierung der Bewohnerschaft und zur Initiierung weiterer Maßnahmen veranstaltet werden. So kann das Projekt die gewonnenen Erkenntnisse von öffentlichen Freiräumen in private bzw. halböffentlich-gemeinschaftlich genutzte Räume übertragen und Folgemaßnahmen bei der Schmitt GbR anstoßen. Auch hier ist eine kontaktlose Durchführung prinzipiell vorstellbar, indem etwa die Bewohner_innen die Veranstaltung von ihren Balkons aus verfolgen und dort gemeinsam Bepflanzungen oder ähnliche Gestaltungen vornehmen.

Ein Schritt, um die Dortmunder Projektfläche vollkommen kontaktlos ‚zugänglich‘ zu machen, ist das virtuelle 3D-Modell, dass vom Vermessungs- und Katasteramt der Stadt Dortmund erstellt wurde. Mit dem Modell werden die Fläche und die dortigen Veränderungen auch vom PC, Smartphone oder Tablet aus erfahrbar gemacht. Das Modell ist hier verfügbar: https://www.youtube.com/watch?v=bwFjksNdmfI

Zusätzlich zu den geschilderten Ideen beschäftigt sich das Dortmunder Team gerade intensiv mit weiteren Formaten, die auch eine konkrete Nutzung der Fläche kontaktlos und/oder virtuell zulassen.

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