Projektbeispiel: Parques Agricolas Lissabon

Städtische Kleingärten als grüne Infrastruktur

Eine langjährige Tradition in der portugiesischen Hauptstadt

 

Ziele:

  • Selbstversorgung der Nutzerinnen und Nutzer
  • Schaffung von lokalen Erholungsräumen
  • Ökologische Bildung und soziales Miteinander

 

Zeitraum: seit 2007

 

Projektbeschreibung:

Die portugiesische Hauptstadt Lissabon ist geprägt von einer langjährigen Tradition städtischer Kleingärten. Diese Tradition wurde zunächst von der Zivilgesellschaft mit dem Ziel der Selbstversorgung und Nahrungsmittelsicherung aus einer ökonomischen Krise heraus entwickelt. Mittlerweile stellen die urbanen Gärten einen wesentlichen Bestandteil der grünen Infrastruktur der Metropolregion Lissabon dar.

Die bottom-up initiierten „Parques Agricolas Lissabon“ bestehen aus privat genutzten Parzellen, die entweder als soziale oder als Freizeitgärten eingestuft und entsprechend genutzt werden. Die Kleingartenanlagen sind als Grünzüge öffentlich zugänglich, die Parzellennutzung und-verteilung wird inzwischen von der Kommune geregelt. Dabei werden sowohl bereits bestehende, als auch neu angelegte urbane Gärten in das Netzwerk der „Parques Agricolas“ aufgenommen. Die Kleingärten ermöglichen die Selbstversorgung der Nutzerinnen und Nutzer, schaffen Räume für Naherholung und sind Teil eines regionalen grünen Infrastruktursystems. Ebenso werden ökologische Bildung, ein gesunder Lebensstil und soziale Beziehungen gefördert.

 

Quellen und weitere Infos:

Fox-Kämper, Runrid; Lelong, Bettina; Sondermann, Martin (2015): Urbane Gärten als Teil grüner Infrastrukturen – Das Beispiel Lissabon. In: RaumPlanung – Fachzeitschrift für räumliche Planung und Forschung 180, 23-29.

http://www.cm-lisboa.pt/en/living-in/environment/municipal-horticulture-parks

Freie Universität Berlin
HELMHOLTZ - Zentrum für Umweltforschung - UFZ
ILS - Institut für Landes- und Entwicklungsforschung gGmbH